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Bier des Monats - Juli

Das Bier des Monats Juli ist mal was ganz außergewöhnliches. Es ist die Gurken Gose von Hopfmeister ("salziges Gurkenwasser"). 

Bereits in der Nase ist der Geruch nach Gurken und Salz wahrnehmbar.

Auch im Geschmack findet man ein intensives Gurken- und Salzaroma. Das freut mich ganz besonders beim Salz, da in vielen anderen Gose das Salz oft nur sehr dezent wahrnehmbar ist.

Für viele ist so etwas sicherlich mehr als gewöhnungsbedürftig, aber der, der sich traut trinkt ein wunderbar erfrischend und leichtes Bier.

Zu Besuch in der Ausstellung "Bier in Bayern" in Aldersbach


Von 29.04. bis 30.10.2016 findet im Kloster Aldersbach die bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“ statt. Die Landesausstellung umfasst neben der Ausstellung auch noch ein umfangreiches musikalisches Rahmenprogramm, ein Festzelt und eine ProBierBar, an der man diverse Biere verkosten kann.

 

Aber der Reihe nach:

Die Ausstellung kostet für Erwachsene zehn Euro Eintritt. Führungen werden nur für Gruppen angeboten, aber man kann sich diverse Ausstellungsstücke durch einen Audioguide erklären lassen. Dieser wird u.a. auch in bayerisch angeboten.

Der Beginn der Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Bieres, also wo erstmals Bier „gebraut“ wurde und mit einzelnen historischen „Bierpersönlichkeiten“ wie zum Beispiel dem heiligen Gambrinus.

 

Weiter geht´s mit einer kurzen Erläuterung der einzelnen (in Deutschland gängigen) Bierstile und auch ein kurzer Hinweis auf die neue „Craftbierszene“ ist enthalten.


Der nächste Bereich beschäftigt sich dann mit der Herstellung des Bieres. Ein kurzer Film erklärt den Ablauf des Brauvorgangs und anhand diverser Gegenstände wird gezeigt wie die Brauereien früher gebraut haben.

 

Auch die Bierzutaten dürfen bei dieser Ausstellung natürlich nicht fehlen. Neben den heute zulässigen Zutaten geht´s auch um Kräuter u.ä., die früher mitverbraut wurden. Als (aus meiner Sicht) schönes Highlight gibt´s auch Riechproben vom Hopfen, aber auch von Wermut, Wacholder, Gagel usw.


Dies ist natürlich ein guter Übergang zum Reinheitsgebot, dessen Geburtstag ja auch Anlass der Ausstellung ist.

Zu meiner Überraschung wird mit dem Thema Reinheitsgebot erstaunlich unverklärt umgegangen.  Die Gründe für das Gebot werden erläutert (Verhinderung von Giften im Bier, Abgrenzung Gerste für Bier – Weizen für Brot und einheitliche Regelungen im ganzen Regierungsbereich), aber auch gezeigt, dass nach wenigen Jahrzehnten Salz, Wacholder und Kümmel regional zugelassen wurden. Auch das heute zugelassene PVPP zur Filterung und Röstmalzbier zur Färbung des Bieres wird angesprochen.

Da die Ausstellung Bier in BAYERN heißt, beschäftigen sich die nächsten Bereiche mit der bayerischen Wirtshauskultur, also wie die Wirtshäuser früher ausgesehen haben, was es zu essen gab (gebackene Kalbsfüße … sicher lecker) und wie man sich die Zeit vertrieb.

Völlig reingepresst wirkt der kleine Bereich über die Gefahren des Alkoholkonsums, da dieser sehr klein ist und irgendwie alibimäßig wirkt.

 

Interessanter sind dagegen dann wieder die Bereiche historische Bierpersönlichkeiten, in der u.a. Josef Groll den „Vater des Pils“ gezeigt wird und auch „Bier und Kultur“ mit Bildern zum Thema Bier und auch kurze Filmausschnitte wie  „Brandtner Kaspar und das ewig Leben“ und ein paar Reden beim Starkbieranstich am Nockherberg.


Nach ca.  2 ¾ kurzweiligen Stunden waren wir dann fertig mit der Ausstellung und haben uns noch das ein oder andere Bier(chen) an der ProBierBar geholt. Dort kann man aus 40 (stetig wechselnden) Bieren auswählen. Pro 0,1 Liter kostet dies 1€.

Zum musikalischen Rahmenprogramm und zum Festzelt kann ich euch leider nichts sagen, da beides während unseres Besuchs nicht geöffnet hatte.

Fazit: Der relativ hohe Eintrittspreis ist durch die Größe der Ausstellung absolut gerechtfertigt. Die Ausstellung an sich ist interessant und kurzweilig, egal ob man sich bisher mit dem Thema Bier schon beschäftigt hat oder nicht.

Auch die ProBierBar ist eine gute Ergänzung um den Gästen die Vielfalt des Bieres weiter näher zu bringen.

 

Die Ausstellung läuft ja noch bis 30.10. also bleibt noch genug Zeit, euch ein eigenes Bild zu machen.

Biertest: Williams Caesar Augustus

Heute im Test das Williams Caesar Augustus von der Brauerei Williams Bros aus Schottland.

 

Interessant ist ja gleich mal die Sortenbezeichnung: Ein Lager / IPA Hybrid. Wie soll das denn gehen? Schließlich ist das Lager untergärig und wird bei ca. 4-9° und das India Pale ALE obergärig und bei 15 - 20° hergestellt.

 

Naja probieren wir mal. Ins Glas geschenkt hat es einen feinporigen Schaum und eine goldene leicht trübe Farbe.

 

Der Geruch ist fruchtig und hat daneben Pinien- Honig und leichte Kräuteraromen.

 

Der Geschmack ist zwar leicht aber überraschend vollmundig. Hätte ich so nicht erwartet, hat es doch nur 4,1%.

 

Im Geschmack sind in erster Linie Citrus- und Pinienaromen erkennbar. Im Abgang dann ein  bitterer Grapefruitgeschmack.

 

Fazit: Es handelt sich m.E. nicht um ein Lager/IPA Hybrid sondern um ein Lagerbier, das noch kalt nachgehopft wird, damit noch die Fruchtaromen und die Bittere ins Bier kommen. Also ist es ein India Pale Lager.

Nichts desto trotz ist es ein leckeres Bier. Leicht aber aromatisch.

 

9/10 

Zu Besuch auf der langen Nacht der Brauereien

Am 09.07.2016 lud die Brauerei Giesinger auf ihrem Gelände zur langen Nacht der Brauereien ein. An insgesamt 16 Ständen boten Brauereien aus München und Umgebung ihre Biere zur Verkostung an und wir (Matze und Alex) waren natürlich auch vor Ort.

 

Die lange Nacht  (?) begann bereits um 13 Uhr und endete mit Schankschluss um 22.30 Uhr. Man wollte sich mit der "langen Nacht" wohl einfach an die anderen, erfolgreichen Münchner Veranstaltungen, wie die "lange Nacht der Museen" oder die "lange Nacht der Musik" dranhängen, denn so wirklich Nacht ist das ja jetzt nicht.

 

Am Eingang erhielten wir eine kurze Einweisung wo wir das Veranstaltungsglas bekommen und die Information, dass wir an den Ständen zu "fairen Preise" Bier kaufen können.

Der Eintritt war kostenlos. Wir  erhielten aber trotzdem einen Stempel mit dem Hashtag der Veranstaltung #LNDB16 auf den Handrücken ( Warum  haben wir auch nicht so ganz verstanden).

 

Na dann los geht´s.

Am ersten Stand erfahren wir, dass die Gläser gekauft werden müssen und dann auch an den vielen Wasserspendern selbst wieder zu reinigen sind (wenn man keine Mischung aus den letzten drei Bieren haben will...)

 

Das Glas kostet zusammen mit einer 0,2 Liter Füllung des Veranstaltungsbieres "Smokey Fox" 7 €.

 

 

 

Der Smokey Fox ist ein rauchiges Rotbier und ein Gemeinschaftssud der Brauereien Bräu Z´Loh, Braukatz, Braukraft, Crew Republic, Giesinger Bräu, Tilmans Biere, Hopfmeister, Hoppebräu, Isarkindl, Mikes Wanderlust, Munich Brew Mafia und Zombräu die sich hierzu zur Münchner Braufreiheit zusammengeschlossen haben.

 

Gut fanden wir auf jeden Fall, dass man bei der Auswahl des Veranstaltungsbieres mal etwas anderes als die sonst üblichen Pale Ales oder IPAs genommen hat.

 

Das Ergebnis ist ein angenehm zu trinkendes, fruchtiges Rotbier mit einem wahrnehmbaren aber nicht zu intensiven rauchigem Touch und leichten Karamell-/Honignoten.

Besonders schön fand ich den lang anhaltenden fruchtig/rauchigen Abgang.

 

Insgesamt kein Meilenstein der Biergeschichte aber durchaus gelungen.

 


Unser Highlight der Veranstaltung fanden wir bei unserem zweiten Bier.

 

Ihr müsst jetzt ganz stark sein....

 

 

Eine Gurken Gose von der Brauerei Hopfmeister und der Braumanufaktur Hertl.

Da fragt man sich, wie schmeckt den sowas? 

Und die Antwort lautet: wundervoll!

Der Geschmack nach eingelegter Gurke ist sehr intensiv und wird mit dem beigefügtem Salz gut abgerundet. So ist dieses "salzige Gurkenwasser" schön leicht und erfrischend und besonders bei heißen Temperaturen super zu trinken.

 

Den Kontrast dazu hatten wir am Stand von Mikes Wanderlust, der zum Glück wieder seine World Barrel Tour dabei hatte. 

Dies ist ein, im Fass gereifter, Doppelbock. Dieses mal gab´s Bourbon, Rum und Tequila (leider kein, zur Gurke passender, Wodka ;-) )

 

Das Wetter war zwar eigentlich zu warm dafür, wir gönnten uns aber trotzdem jeweils eine Portion Rum und Tequila und waren, wie schon auf der Braukunst Live, begeistert.

 


Was gab´s sonst noch?

Tilmans Biere hatten neben ihrem normalen Sortiment das Extra Rein dabei (k) ein Bier, gebraut anlässlich des Geburtstags des Reinheitsgebots mit Zitrone, Basilikum, Ingwer, Kräuter und Pfefferminze.

(K)Ein interessantes Bier aus dem man die Zutaten recht gut rausschmeckt aber, zumindest für mich, kein Grund für die Aufhebung des Reinheitsgebots (anders als das Gurkenbier! )

Bei Munich Brew Mafia gab´s u.a. das Don Limone ein Pils mit Citrahopfen, Braukatz (mit Kathrin Meyer bekannt aus der Sendung Bierrebellen im bayerischen Fernsehen) hatten ihr Pale Ale und Red Ale dabei.

 

Es gab noch viel mehr Biere und Brauereien, aber die haben wir dann nicht mehr geschafft.

 


Fazit:

Eine tolle Veranstaltung mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern.

Positiv:

  • Die Beschränkung auf regionale Brauer zeigt, dass es in München und Umgebung  viele Alternativen zu den Münchner Großbrauereien gibt.
  • Da die Veranstaltung sich nicht explizit auf Craftbier bezieht kommen auch "Normalbiertrinker"  (viele Familien waren da) mit "neuen" Biersorten in Berührung.
  • Die Veranstaltung wirkte sehr familiär und man konnte gut mit den Brauern und auch mit anderen Bier-interessierten ins Gespräch kommen.

Verbesserungsmöglichkeiten:

 

  • Ob man eine Veranstaltung, die von 13 - 22.30 Uhr dauert wirklich als "lange Nacht" bezeichnet werden muss, könnte man sich nochmal überlegen.
  • Die Kaufpflicht des Glases ist unschön, weil ich eigentlich nicht schon wieder ein neues Glas brauche. Außerdem wäre die Möglichkeit das Glas am Stand austauschen zu können auch angenehm gewesen.
  • Der ein oder andere Brauer sollte seine Preispolitik nochmals überlegen. Dass man für hochwertige Biere mehr bezahlen muss als für industriell gefertigtes ist vollkommen in Ordnung. Ob aber für ein Kellerbier ein Literpreis von 20 € (2 € für 0,1 Liter) angebracht ist, kann jeder für sich entscheiden.

 

Nichts desto trotz werden wir, wenn es nochmal stattfindet und es zeitlich passt, wieder vor Ort sein.

Bier des Monats - Juni

Das Bier des Monats Juni kommt von der noch sehr jungen Brauerei Hops Brewing aus Dortmund (erst seit Mai 2015 am Markt).

Es ist das Black Magic ein Imperial Stout mit 7,6%.

 

Schwarz in der Farbe genau richtig für ein Stout

Im Geruch erinnert es an Schokolade und Karamell.

Der Geschmack ist vollmundig und ausgewogen hat kräftige Röstaromen, Schokolade- und etwas süße Karamellnoten.

 

 

Gut gelungen und gerne mehr davon

Craft Bier in Ansbach - Craftthis

Wenn ich schon mal in Mittelfranken unterwegs bin, dachte ich mir, kann ich auch gleich mal schauen, wie und wo es hier Craft Bier gibt.

Fündig geworden bin ich dabei in Ansbach. 

Seit Dezember 2015 gibt es in Ansbach den Laden "Craftthis - Craft Beer Store & More".


Also gleich mal hin.  

 

Wir sind  sofort freundlich von der Inhaberin angesprochen und beraten worden. 

Die Auswahl ist, mit an diesem Tag ca. 100 verschiedenen Bieren recht ordentlich. Sie umfasst neben internationalen und deutschen Bieren auch speziell viele fränkische Biere, welche lt. Inhaberin, soweit möglich, auch im Fokus stehen sollen.

 

Was dieses "& More" sein soll, hat man darüber hinaus auch gleich erkannt: Im Angebot waren nämlich auch noch diverse Bierprodukte wie Biersenf, Bierlikör oder Biersalz, außerdem eine nette Auswahl an Schnäpsen und Likören der Bad Kötztinger Bärwurzquelle sowie einige Vintagemöbel und Dekogegenstände, die nicht nur dem Laden ein schönes Ambiente geben, sondern auch noch zum Verkauf stehen.


Wie ihr seht haben wir auch von fast allem ein bisschen was mitgenommen.

 

Fazit: Ein schöner Laden mit stetig wechselndem Sortiment und netter Beratung.

 

Ihr findet ihn in Ansbach in der Fischstraße 6.

 

Ach ja einen Online Shop gibt´s auch noch

 

 

Rückblick auf das Hallertauer Bierfestival


Alle zwei Jahre findet in Attenkirchen das Hallertauer Bierfestival statt. Dieses mal von 03.- 05. Juni 2016. Wir (Olli, Chrissi und Alex) waren am Samstag am Start. Obwohl es der Wettergott nicht all zu gut mit dem Festival meinte, war der Besucherandrang trotzdem sehr groß.

 

Das Festival will ein Fest für die ganze Familie sein und auch für alle Arten von Biertrinkern. Neben über 100 verschiedenen Biersorten gab es dort auch Musik auf drei verschiedenen Bühnen, einen Clown und eine Hundeshow...

 

Zuerst einmal brauchten wir ein Bierglas und Biermarken. Das Glas gab´s für 3 € und die Biermarken im Wert von 2,50 € entweder einzeln oder im Starterset (5 Stück für 10 €).

Hier haben sich die Preise im Vergleich zu 2014 jeweils um 0,50 € erhöht.

 

 

 

So nun mit unserem Bierglas bewaffnet ging´s dann zur ersten von drei Schenken. An jeder dieser Schenken gibt es eine unterschiedliche Auswahl an Bieren und im Austausch gegen die Biermarke 0,25 Liter Bier. Was für den Normalbiertrinker ganz schön mickrig ist, ist für uns Biertester schon eine ganze Menge, besonders wenn man viele unterschiedliche probieren möchte.


So Bier Nummer 1 das Comet Festbier von der TU München Forschungsbrauerei. Ein Bier nur mit Comethopfen gebraut. Dieser war auch klar erkennbar Richtung Citrus und Grapefruit. Allerdings ist es dadurch auch etwas einseitig.

Da dachten wir uns, das geht doch besser und haben das Bessere auch gleich gefunden, mit dem zweiten Bier der TU München Forschungsbrauerei einem Stout namens Luke´s Stout. Schön röstig, Karamell mit einem Touch Mandel/Marzipan.

 

So kann´s weitergehen. Ging es aber nur zum Teil.

 

 

Die Biere von der nächsten Schenke waren zwar interessant, aber jetzt nicht so der Hammer. Das Macumba IPA von Zombräu ist zwar recht gut, wirkt aber nicht wie ein IPA und das Snow Wit, welches ein gutes bayerisches Witbier ist, aber mir einfach zu leicht ist.

Interessanter ist es dann schon auf dem Brauerplatz geworden. Den gab´s noch zusätzlich zu den Schenken. Während an den Schenken Biere von unterschiedlichen Brauereien ausgeschenkt wurden, hatte auf dem Brauerplatz jede dort vertretene Brauerei ihren eigenen Stand.

 

Erster Anlaufpunkt war der Stand von Hopsteiner. Ja ich weiß, das ist keine Brauerei. Die hatten trotzdem Bier dabei. Vier Biersorten oder eigentlich vier mal das gleiche Bier, aber mit unterschiedlicher Hopfenmenge. Damit wollten sie zeigen, wie unterschiedlich der Geschmack sein kann, je nachdem wie das Bier gebraut wird.

 

Dass es sich bei dem Festival um eine Fest für jedermann handelte haben wir auch gleich gemerkt, als neben uns einer zum Stand kam und „ein Bier“ bestellt hat und auf die Frage, welches er gerne hätte komplett überfordert antwortete „a Bier halt“.

 

 

 

Ebenfalls vor Ort u.a. Müllerbräu, Regensburger Spitalbrauerei, Riedenburger, Schönramer und Schneider Weisse, die nicht nur mit ihrem leckeren Marie´s Rendezvous vor Ort waren, sondern auch mit dem Tap X Cuvée Barrique. Ein im Holzfass gelagerter Weizenbock der einen sauren kirschigen Geschmack bekommt, aber herrlich rund schmeckt!.


Wie eingangs schon erwähnt, meinte des der Wettergott nicht gut mit dem Festival. Abends begann dann das große Gewitter. Die Veranstalter sagten dann auf allen Bühnen durch, dass es bald losgehe und man zur Sicherheit die Kirche öffne, damit die Leute sich dort unterstellen können.

Wir haben uns dann lieber einen Platz am Stand von Hops Brewing aus Dortmund gesichert, da gab´s mehr Bier! Und es hat sich auch gelohnt. Besonders Interessant, war zum Einen das Kiwi Ale, wobei das nur so heißt, weil es neuseeländischer Hopfen ist und das Ale mehr nach Melone statt Kiwi schmeckt und ganz besonders das Black Magic, ein Imperial Stout mit herrlichen Schoko- und Röstaromen.


Nach vielen vielen Bieren an dem Stand war das Gewitter dann auch wieder vorbei und wir konnten uns auf den Heimweg machen.

 

Fazit: Das Festival will mit seinem Konzept möglichst alle ansprechen. Der große Besucherandrang gibt den Veranstaltern auch Recht. Erreicht wird dies durch den „Spagat“ bei den Bieren. Während die 0,25 Liter eben für den Normalbiertrinker etwas wenig ist, ist es zum Testen schon recht viel. Andererseits ist ein Preis von 4 – 5 € pro halber Liter bei den vielen Keller- Weizen- und Vollbieren schon ein stolzer Preis, für ein IPA, Pale Ale oder Stout dagegen normal bis günstig.

 

 

Alles in allem freuen wir uns schon, wenn es in zwei Jahren das 5. Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen gibt und ich denke, wir werden dann auch wieder vor Ort sein.

 

Bericht zum Hallertauer Bierfestival 2014

Bier des Monats - Mai

Das Bier des Monats Mai ist ein wirkliches "love or hate" Bier. Das Aecht Schlenkerla Eiche ist ein wunderbares Rauchbier. Mit 8% hat es ordentlich wumms.

Der Geruch ist noch typisch Rauchbier, nach Schinken und Speck.

Der Geschmack ist dann aber doch etwas Besonderes, denn neben dem "normalen" Rauchgeschmack ist es darüber hinaus weich und cremig und erinnert dabei etwas an Rauchkäse. Auch die Eiche ist noch gut vernehmbar.

And the winners are

Deutsche Siegerbiere beim World Beer Cup 2016

Kellerbier/Zwicklbier

 

Silver: Ulmer Hexensud, Familienbrauerei Bauhoefer, Renchen, Germany

 

 German-Style Pilsener

 

Bronze: Saalfelder Premium, Buergerliches Brauhaus Saalfeld, Saalfeld, Germany

 

 Muenchner-Style Helles

 

Gold: Löwenbraeu Original, Löwenbraeu, Muenchen, Germany

 

Silver: Aktien Hell, ABK Betriebsgesellschaft der Aktienbrauerei Kaufbeuren, Kaufbeuren, Germany

 

 Dortmunder/Export or German-Style Oktoberfest

 

Gold: Festbier, Muellerbraeu, Pfaffenhofen, Germany

 

Bronze: Eder’s Export, Eder & Heylands Brauerei, Grossostheim, Germany

 

 

 German-Style Maerzen

 

Bronze: Ur-Saalfelder, Buergerliches Brauhaus Saalfeld, Saalfeld, Germany

 

 German-Style Bock or Maibock

 

Bronze: Engel Bock Dunkel, Biermanufaktur ENGEL, Crailsheim, Germany

 

 German-Style Doppelbock or Eisbock

 

Bronze: ATOR 20, Brauerei S. Riegele, Augsburg, Germany

 

 German-Style Sour Ale

 

Bronze: Original Ritterguts Gose, Ritterguts Gose, Borna, Germany

 

 South German-Style Hefeweizen

 

Gold: Weihenstephaner Hefeweissbier, Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, Freising, Germany

 

German-Style Wheat Ale

 

Gold: Franziskaner Weissbier Royal, Spaten-Franziskaner-Braeu, Muenchen, Germany

 

Silver: Weihenstephaner Kristallweissbier, Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, Freising, Germany

 

Bronze: Plank Original Hefeweizen, Brauerei Michael Plank, Laaber, Germany

 

South German-Style Weizenbock

 

Gold: Ladenburger Weizenbock Hell, Brauerei Ladenburger, Neuler, Germany

 

Silver: Plank Heller Weizenbock, Brauerei Michael Plank, Laaber, Germany

 

Bronze: Plank Dunkler Weizenbock, Brauerei Michael Plank, Laaber, Germany

Das Craft Bier Festival 2016

vom 04. bis 06. Mai in Regensburg

Es war wieder soweit,vom 04. bis 06. Mai 2016, ging das Craft Bier Festival Regensburg in die zweite Runde und der Wettergott meinte es mal wieder gut mit den Veranstaltern, denn bei herrlichem Frühlingswetter konnten die Besucher durch das Festivalgelände schlendern, wahrscheinlich weit über 100 verschiedene Biere verkosten, den auftretenden Bands lauschen und den ein oder anderen Happen essen.

Das war neu:

Statt auf dem Haidplatz war man dieses Jahr auf dem Neupfarrplatz und das Festival fand auch nicht an einem Tag, sondern an ganzen drei Tagen statt.

Am erfolgreichen Konzept von 2015 wurde aber festgehalten:

Auch der Neupfarrplatz befindet sich mitten in der Regensburger Altstadt und da man auch dieses Jahr keinen Eintritt verlangte, wurden jede Menge „Craft Bier Neulinge“ angelockt. Dementsprechend war auch die Mischung der Besucher. Neben „Craft Bier Nerds“ die aus halb Bayern angereist sind, waren unter anderem Familien mit Kindern, Studentencliquen, Vatertagsausflügler und Senioren vor Ort und haben sich an den diversen Ständen in die Welt des Craftbiers „entführen“ lassen.

Da Pap und ich, haben unseren Besuch auf den Donnerstag, also den Vatertag gelegt.

Beginn der Veranstaltung war um 12 Uhr. An der Gläserausgabe bekam man für 8 € ein Verkostungsglas und ein Gutscheinbüchlein für einzelne Stände.

Das Gutscheinbüchlein kostete dabei 3 € und die restlichen 5 € waren Glaspfand.

Um richtig auf dem Festival anzukommen haben wir uns dann auch erst einmal an den erworbenen Gutscheinen orientiert.

Begonnen wurde bei der Regensburger Spitalbrauerei mit einem leichten Summer Ale. Mit gerade einmal 2,8% der richtige Einstieg in den Verkostungsmarathon. Sowohl bei diesem Bier als auch bei den beiden darauf folgenden (dem Hopfengarten von Eichhofen und dem Festival Pale Ale, beide wiederum von der Regensburger Spitalbrauerei) zeigte sich bereits ein aktueller Trend des Festivals. Denn bei vielen der hellen Biere war der Geruch und der Geschmack des frischen Hopfens einer der dominierenden Aromen. Das hat ein bisschen was von einem Ausflug in die Hallertau während der Hopfenzu... Hopf... Hopfazupfazeit (sorry hochdeutsch will es einfach nicht raus).

Und weil ich gerade beim Festival Pale Ale bin, auch dieses Jahr war es wieder eines der Highlights - ein tropischer Obstkorb. Und wie schon gesagt, gefühlt ist der Geschmack des frischen Hopfens dieses Jahr sogar noch intensiver.

Weiter ging´s zu (nicht ganz so) alten Bekannten, Andreas Hakansson und und Christipa Mc Fly von Pirates Brew Berlin. Auch sie hatten dieses mal ein Pale Ale dabei. Das sog. SPF Pale Ale, wobei das SPF für Sun Protect Factor steht, also für den Sonnenschutzfaktor. Leider kann man sich anscheinend mit Bier nicht von der Sonne schützen, denn meine Haut hat im weiteren Verlauf des Tages nichts davon gemerkt...

 

Naja egal, das zweite Bier, welches die beiden dabei hatten ist ohnehin erwähnenswerter: Der Pirate Porter

Die Besonderheit ist hier der eingesetzte Citrahopfen. Dadurch hat der röstige Porter noch eine (starke) fruchtige Citrusnote. Für uns eine wunderbare Kombination.

Mit einer humorvollen Anspielung auf die Tierschutzorganistaion PETA erlangte der Stand der Hopferei Hertrich unsere Aufmerksamkeit, denn mit ihrer Marke Veto traten sie gegen die MassenBIERhaltung ein...

Ebenso animalisch werden auch die Biere bezeichnet, denn am Stand trafen wir sowohl auf den Schokobär, als auch auf den Hopfentiger.

Quelle: Facebookseite von Craft Bier Festival Regensburg
Quelle: Facebookseite von Craft Bier Festival Regensburg

Beim nächsten Stand stellten wir fest, wir mussten bis nach Regensburg kommen um eine neue Ingolstädter Brauerei zu finden: Yankee & Kraut

Wie der Name schon erahnen lässt, ein bayerisch (Max Senner) amerikanischer (Bryan France) Zusammenschluss.

 

Obwohl noch ziemlich neu am Markt, wurde ihr Eden Pale Ale von www.feinerhopfen.com bereits zum Bier des Monats April gekürt. Wenn wir das gewusst hätten … wir haben nämlich „nur“ die Hopulenz probiert.

 

Eines der besten Biere des Festivals fanden wir dann noch am Stand von Freigeist. Das Miss California IPA, einem Imperial IPA mit 8%.

Peters (= da Pap) erste Reaktion: „Eine Geschmacksexplosion im ersten Schluck“

Interessanterweise (aber ohne Aussagekraft!) war es das einzige Bier gebraut nach dem Reinheitsgebot am Stand des selbsternannten Kämpfers gegen das Reinheitsgebots Sebastian Sauer.


Fazit:

Wie letztes Jahr, komme ich auch dieses Jahr zu dem Schluss, dass das Konzept und die Umsetzung des Festivals bestens geeignet sind, das Thema (Craft) Bier möglichst vielen Leuten nahezubringen. So dass ich davon ausgehe, dass es wieder viele neue Craftbierfans gibt.

Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß und freuen uns schon jetzt auf das dritte Craft Bier Festival im nächsten Jahr. 

 

zu den weiteren getesteten Bieren

Blüten des Reinheitsgebots

Was ist erlaubt und was verboten? Wenn man sein Bier nicht als ausländische Bierspezialität anmelden kann (oft in Bayern), dann ist viel verboten, was eigentlich recht "rein" wirkt. Dagegen ist allerdings so manches erlaubt, dass eher weniger mit "rein" in Verbindung gebracht wird.

Erlaubt

Verboten


Ein Weizen mit Zuckercoleur Süßen Ein Stout mit Milchzucker brauen
 Pils brauen - mit Farbebier mischen und dann als "Dunkles" verkaufen  Pils mit Roggenmalz brauen
Berliner Weisse mit Himbeersirup Berliner Weisse mit frischen Himbeeren brauen
filtern mit Polyvinylpolypyrrolidon, Kieselgur  oder Asbest belgisches Witbier mit Orangenschalen und Koriander
  Coffee Porter - gebraut mit Kaffeebohnen
Kommentare: 1
  • #1

    Arne (Mittwoch, 04 Mai 2016 10:48)

    Viel schöner ist doch noch die Unabhängigkeit der Länder und dass prinzipiell jeder außergewöhnliche Sud eine neue Genehmigung braucht.
    Camba braut in Bayern Coffee Porter und Milk Stout - beides verboten.
    Kehrwieder Kreativbrauerei braut in Hamburg-Sinstorf ein Coffee Milk Stout - erlaubt.
    Christian Müller darf zu Hause kein Wit Bier brauen, kann dazu aber nach Hannover zu Mashsee fahren. Und so weiter und so fort.

Gedanken zum Reinheitsgebot – über Sinn und Unsinn des Gebots

Am 23.April 2016 wird der 500. Jahrestag des bayerisch/ deutschen Reinheitsgebots zelebriert.

 

An diesem Tag vor 500 Jahren  erließ der bayerische Ständetag in Ingolstadt einen durch Herzog Wilhelm IV vorgelegten Erlass, der besagt, dass Bier nur aus Hopfen, Wasser und Malz gebraut werden darf.

Dieses älteste, bis heute gültige Lebensmittelgesetz, sorgt immer noch dafür, dass das deutsche Bier rein ist und von (schädlichen) Zusatzstoffen frei bleibt.

 

Soweit, so halb wahr…

 

Tatsächlich war die Beschränkung auf Gerste (!), Hopfen und Wasser lediglich ein Teil dieser Verordnung:

„Item wir ordnen / setzen / und wöllen mit Rathe unnser Lanndtschaft / das füran allennthalben in dem Fürstenthumb Bayren / auff dem Lande / auch in unnsern Stetten unnd Märckthen / da deßhalb hieuor kain sonndere Ordnung ist / von Michaelis biß auff Georii / ain Mass oder Kopffpiers über ainen Pfenning Müncher Werung / unnd von Sant Jorgentag / biß auff Michaelis / die mass über zwen Pfenning derselben Werung / und derenden der Kopff ist / über drey Haller / bey nachgesetzter Pene / nicht gegeben noch außgeschenckht sol werden. Wo auch ainer nit Merzen / sonder annder Pier prawen / oder sonst haben würde / sol Er doch das / kains wegs höher / dann die maß umb ainen Pfenning schencken / und verkauffen. Wir wöllen auch sonderlichen / das füran allenthalben in unsern Stetten / Märckthen / unnd auf dem Lannde / zu kainem Pier / merer Stückh / dann allain Gersten / Hopffen / und Wasser / genommen und gepraucht sölle werden. Welher aber dise unsere Ordnung wissentlich überfaren vnnd nie hallten wurde / dem sol von seiner Gerichtzöbrigkait / dasselbig vas Pier / zuestraff unnachläßlich / so offt es geschicht / genommen werden. jedoch wo ain Geuwirt von ainem Pierprewen in vnnsern Stettn / Märckten / oder aufm Lande / jezuezeitn ainen Emer Piers / zwen oder drey / kauffen / und wider unnter den gemaynen Pawrsuolck ausschenken würde / dem selben allain / aber sonßt nyemandes / soldyemass / oder der kopffpiers / umb ainen haller höher dann oben gesetzt ist / ze geben / unnd außzeschencken erlaubt unnd vnuerpotn.“

„Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die keine besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli (29. September) bis Georgi (23. April) eine Maß (bayerische, entspricht 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten – nicht ganz eine Maß) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller (gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll.

Wo aber einer nicht Märzen sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.

Wer diese unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden.

Wo jedoch ein Gäuwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (enthält etwa 60 Liter) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemand erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.“



In erster Linie sollte also der maximale Bierpreis geregelt werden. Dies war insbesondere deswegen wichtig, da Bier zum damaligen Zeitpunkt ein Grundnahrungsmittel für die gemeine Bevölkerung war und man durch die Festlegung des Bierpreises gewährleisten wollte, dass sich jeder (?)  mit ausreichend Bier versorgen konnte.

Die Nennung der drei Bierzutaten hatte zwei Gründe:

Der erste; mit der Verordnung der Zutat Gerste wurde bestimmt, dass hochwertigere Getreidesorten wie Weizen und Roggen der Brotproduktion vorbehalten waren.

Der zweite Grund  war nun ein tatsächlicher Verbraucherschutzgrund. Der Bürger sollte sicher sein, dass nur diese drei Zutaten (und Hefe) im Bier enthalten sind. Doch anders als heute, wo das Reinheitsgebot den Zusatz von Kirschen und Kaffeebohnen verhindert, war mancher Brauer von damals wenig zimperlich, wenn es um Kostenersparnis bei den Zutaten ging. Neben Anis, Kümmel oder Lorbeer wurde vereinzelt auch u.a. Bilsenkraut, Tollkirschen oder Stechapfel verwendet, welche dann doch eher als gesundheitsgefährdend einzustufen sind.

Wer die Verordnung genau liest erkennt, dass das Wort „Reinheitsgebot“ nicht zu finden ist. Die erste Erwähnung der Bezeichnung „Reinheitsgebot“ ist erst  in einem Sitzungsprotokoll des bayerischen Landtags vom 4. März 1918 belegt. 

So richtig durchgängig gültig war dieses Reinheitsgebot darüber hinaus irgendwie auch nicht. Ein herzoglicher Erlass von 1551 erlaubte Koriander und Lorbeer als weitere Zutat. Laut bayerischer Landesverordnung von 1616 waren Salz, Wacholder und Kümmel als Zutat zugelassen.

Die Erlaubnis  Weizen als Zutat zu verwenden,  erhielt  1548 der Freiherr von Degenberg. Die Erlaubnis galt aber nur für nördlich der Donau.

 

Diese Verordnung von 1516 ist daher weder lückenlos auf bayerischem Gebiet gültig gewesen, noch war es das erste Lebensmittelgesetz. Auf „deutschem“ Boden, erteilte bereits 974 Kaiser Otto II. ein Braurecht an die Kirche zu Lüttich (heute Belgien). Und außerdem stammt das erste Lebensmittelgesetz, aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. Im Codex Hammurapi gibt es umfangreiche Bestimmungen zum Lebensmittelrecht und darin auch zum Bier.

Was gilt heute?

Das Reinheitsgebot ist wie der Name schon sagt, kein Gesetz. Was als Bier gelten darf ist im vorläufigen Biersteuergesetz von 1993 bzw. in der Bierverordnung von 2005 geregelt.

Grundaussage dieses Gesetzes ist - ebenso wie im Reinheitsgebot- die Beschränkung auf Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Während für untergärige Biere nur Gerste verwendet werden darf, dürfen obergärige Biere Weizen, Roggen und Dinkel beinhalten. Darüber hinaus sind für obergärige Biere auch Rohr- und Rübenzucker, Süßstoffe und Zuckercouleur zulässig. Hopfen ist bei allen Bieren (Ausnahme Ökobier) sowohl als Hopfendolden als auch als Pellets, Pulver und Extrakt erlaubt.

Zur Geschmacksverbesserung sind z.B. Milchsäure und zur Gärverbesserung Honig  erlaubt.

Besonders „lecker“ klingende, erlaubte Zusatzstoffe sind  Holzspäne, Hausenblase oder Polyvinylpyrrolidon. Diese werden zur Filtration verwendet. 

So rein, wie der Name verspricht, ist das „Reinheitsgebot“ also gar nicht. Viele Brauer und Biertrinker fordern die Abschaffung des Reinheitsgebots, weil es die Vielfalt einschränkt (#Einheitsgebot!). Sie meinen, dass viele Biere der deutschen Großbrauereien gleich schmecken würden und man die Unterschiede kaum noch erkennen könne.

 

Wenn dem tatsächlich so ist, ist das Gebot dann überhaupt noch zeitgemäß? -Was spricht dafür und was dagegen?

Pro:

Dafür spricht in erster Linie, dass das deutsche Bier durch das Reinheitsgebot weltweit ein Alleinstellungsmerkmal und somit einen Wettbewerbsvorteil hat.

Auch kommt die fehlende Geschmacksvielfalt nicht durch die Vorschriften des Reinheitsgebots. Jede der vier Zutaten hat eine so große Artenvielfalt, dass es unzählige Kombinationen und damit auch eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen gibt bzw. geben würde.

Angefangen beim (Aroma-)Hopfen. Dieser kann nach Citrus, Maracuja, Grapefruit, Mandarine, Pfirsich, Himbeeren usw. schmecken. Das Malz liefert Aromen von Bitterschokolade, Kaffee, Toffee, Brot und viele mehr. Auch die Hefe ist ein vielseitiger Geschmacksträger (z.B.  Banane, Gewürznelke oder auch Hefearoma selbst) und je nach verwendetem Wasser bekommt man schlanke oder vollmundigere Biere.

Last but not least kann das Bier auch durch eine entsprechende Lagerung in Holzfässern das Aroma des Fasses annehmen.

 

Nicht zugelassen sind diverse ausländische Bierstile, wie zum Beispiel belgische Fruchtbiere. Aber m.E. ist es eine viel größere Leistung des Brauers Fruchtaromen durch Hefe oder Hopfen im Bier „einzubauen“ als wenn der Geschmack nach Kirschen durch die Zugabe von Kirschen kommt.

Contra:

Das Reinheitsgebot bestimmt lediglich die Zutaten die ins Bier kommen dürfen. Welche  Qualität diese Zutaten haben wird dagegen nicht geregelt. So was gibt’s nur beim Ökobier. Zudem fordern die Gegner des Reinheitsgebots ja nicht, dass das Bier mit künstlichen Aromastoffen oder sonstigen Chemiezutaten gemacht werden darf, sondern dass natürliche Zutaten, wie Kirschen, Koriander, Salz, Kaffeebohnen usw. verwendet werden dürfen.

Darüber hinaus wird das Reinheitsgebot auch nicht in allen Bundesländern gleich streng befolgt bzw. umgesetzt. Während in Thüringen das Witbier (mit Koriander und Orangenschalen) von Köstritzer zugelassen wurde, wurde der Camba Brauerei in Truchtlaching/Bayern die Produktion von Milk Stouts und Coffee Porter verboten. (Das Milk Stout wird mit Milchzucker gebraut, das Coffee Porter mit Kaffeebohnen.)

Allerdings ist das nur Nicht – Reinheitsgebot – konforme Brauen in Deutschland nicht zugelassen. Wenn zum Beispiel Camba ein paar Kilometer weiter in Österreich die Biere brauen würde und dann wieder nach Deutschland importiert, dürfen diese als Importbier in Deutschland verkauft werden.

Im Falle des Coffee Porter wäre es auch in Ordnung, wenn der fertige Kaffee nach dem Brauen mit dem Bier gemischt werden würde, denn das Ergebnis wäre dann ein Biermischgetränk. Nur während des Brauvorgangs dürfen diese Kaffeebohnen nicht verwendet werden.

 

 

Fazit:

Im Geburtstagsjahr des Reinheitsgebots wird es sicherlich zu keinen Änderungen kommen.

Gegen das Reinheitsgebot an sich bzw. als definiertes Qualitätssiegel spricht überhaupt nichts.

Die unterschiedliche Behandlung von in- und ausländischen Brauereien und sogar von süddeutschen und norddeutschen Brauereien ist, wenn sie tatsächlich einmal gerichtlich beurteilt werden würde, wohl als willkürlich und als Verstoß gegen Gleichheitsgrundsätze einzustufen. Bei genauerer Betrachtung ist diese Handhabung weder historisch, noch mit dem Argument des Verbraucherschutzes zu begründen.

Soweit tatsächlich der historische Wert gesichert werden soll, könnte dies auch damit erreicht werden in dem das Reinheitsgebot zum genau definierten Qualitätssiegel wird.

 

Für einen „richtigen“ Verbraucherschutz könnte man  auch ein sog. „Natürlichkeitsgebot“ einführen in dem geregelt wird, dass Bier nur mit natürlichen Zutaten hergestellt werden darf.

Kommentare: 2
  • #2

    Basti (Dienstag, 26 April 2016)

    toller Beitrag, im letzten Absatz steht das Wichtigste. Es wäre eine Petition wert.

  • #1

    Matze (Montag, 11 April 2016 14:15)

    Toller Beitrag!

Der vierte Bierprobe - online Stammtisch

am 31.03.2016 fand dieses mal wieder im Red Hot in München statt. Mit 15 Teilnehmern (leider konnten manche dann kurzfristig doch nicht kommen) wächst und gedeiht die Stammtischrunde mit jeder neuen Veranstaltung.

 

Aufgrund des guten Wetters (es war quasi der erste Frühlingstag) konnten wir den Abend draußen verbringen.

 

"Schwerpunktbrauereien" der Stammtischrunde waren dieses mal  die Biere der Stone Brauerei und von To Ol, die es vom Fass gab und daneben auch die Biere von Crew Republic-

Frei nach dem Motto "Drink global - Drink regional" ;-)

 

Ich denke mal, nicht nur ich freue mich schon auf die nächste Stammtischrunde, die voraussichtlich am Dienstag den 24.05.2016 stattfindet.

 

 

Die Biere der Stammtischrunde und einige weitere neue Biere unserer Bierprobe Tester findet ihr bei den neuen Bieren

Das 1000. Bier ist online!

 

Es ist das Riegele Dulcis 12 

 

Und für alle Fans des Reinheitsgebots - es ist nicht nach dem RHG gebraut, denn es findet sich Kandis und Honig im Bier wieder.

 

Riegele ist bereits gut vertreten und ist auch immer gut bis sehr gut bewertet worden, daher ist das Dulcis 12 auch ein würdiger Vertreter.

 

Unser Tester Basti meint: "Also, was hier so genial ist, ist der Honig. Eingebraut in einem Trappistenbier, wuchtiger Körper, der süß mit leicht bitterer Note den Gaumen und alles was am Geschmacks- und Geruchsinn so beteiligt ist verwöhnt"

 

 

 

 

In diesem Sinne: Auf die nächsten 1000


Terra X - Bier - Eine Welt - Geschichte auf ZDF

 

Die Geschichte des Bieres, von der Steinzeit bis zum heutigen Tag.

 

 

Die Sendung am Sonntag, den 06.03.2016 um 19.30 Ihr war wirklich sehenswert!

 

Wer es verpasst hat, kann die Sendung in der ZDF Mediathek anschauen.

 

Terrra X - Bier - eine Welt - Geschichte

Braukunst Live! 2016 – Wir waren da!

Bericht: Matze - Fotos by Olli und Alex

So wie die Motte magisch vom Licht angezogen wird, so zieht es uns schon regelmäßig zur Braukunst Live!, DER Biermesse im Münchner MVG-Museum. Vom 26. bis 28. Februar 2016 lud diese informative, kulinarische und selbstredend süffige Veranstaltung zu ausschweifenden Fachsimpeleien und mannigfaltigen Probierereien bei rund 90 Ausstellern ein. Während die Braukunst Live! in diesem Jahr bereits ihr fünfjähriges Jubiläum feierte, konnten wir ihr erst zum dritten Mal unsere Aufwartung machen…aber diesmal mit dem gewissen Etwas, denn Alex, Olli und Matze hatten Presseausweise!

 

 

 

Der Veranstalter setzte wie in den vergangen Jahren auf Bewährtes, scheute sich aber auch nicht vor Neuerungen. So blieb z.B. der Eintrittspreis auf dem Niveau des letzten Jahres (das Tagesticket kostete an der Kasse 20 €) und erneut gab es Gutscheine der Premiumpartner für Gratisproben. Neu war, dass weitere Proben nun direkt am jeweiligen Stand käuflich erworben werden mussten (Rückblick: In den vergangenen Jahren wurde mit "Bierchips" bezahlt, welche am Eingang gegen Bares eingetauscht werden konnten (1 Chip = 50 Cent)). Diese Neuerung führte leider des Öfteren dazu, dass mancher Stand in Wechselschwierigkeiten geriet, sobald man mit "großen" Scheinen daherkam. Alles hat eben seine Vor- und Nachteile.

 

Freitag, 26.2.2016

Ein Presseausweis bietet nun einmal den erheblichen Vorteil, dass man zwei Stunden vor Messebeginn am Presserundgang teilnehmen und die Überraschungen der Premiumpartner vor allen anderen Besuchern probieren darf.

 


Frank Böer, Veranstalter der Braukunst Live!, hielt vor dem eigentlichen Rundgang seine Begrüßungsrede. Im Jahr des 500. Geburtstages des Reinheitsgebots werde in der Brauer- und Bierszene das Thema, ob das Reinheitsgebot noch zeitgemäß sei, kontrovers diskutiert. Diese Diskussion gehe aus Sicht Frank Böers an der Sache vorbei. Es gebe viele fantastische Biere innerhalb des Reinheitsgebots, aber auch viele unnötige außerhalb. Er selbst hatte früher die Meinung, das Gebot sei ein Hemmschuh für die Biervielfalt, heute habe er aber das Gefühl, dass sich einige Brauer oftmals bloß hinter den vermeintlichen Beschränkungen des Reinheitsgebots verstecken. Folge dieser teils selbstauferlegten Beschränkung am deutschen Markt war, dass z.B. die Schneider Weisse Brauerei viele ihrer Bierkreationen gar nicht am hierzulande anboten, sondern lieber gleich auf dem international vertrieben. Auf der Messe seien Vertreter aller Meinungen zugegen, vom glühenden Anhänger des Reinheitsgebots bis hin zum rigorosen Ablehner. Ziel der Braukunst Live! sei aber nicht die Politik, sondern vielmehr das Anliegen für eine "geile" Veranstaltung zu sorgen und den offenen Dialog zu fördern. Im Vorfeld der Messe sei in den sozialen Medien auch darüber diskutiert worden, ob sich die Braukunst Live! durch die Aufnahme von Großbrauereien "verkaufe". Ein offener Dialog mit allen Beteiligten komme aber nur zustande, wenn sich Brauereien ohne Einschränkung präsentieren können, egal ob es sich dabei um Klein-, Mittel- oder Großbrauereien handele, so der Veranstalter.

 

 

Anschließend wurde der eigentliche Presserundgang durchgeführt. Während einige Stände ihren Aufbauten noch den letzten Schliff verpassten, mussten die Premiumpartner schon uns Pressevertreter bespaßen.

Erste Station war der Stand vom Staatlichen Hofbräuhaus in München. Hier wurde der "Kaltgehopfte Weissbier Hallodri" serviert, einem stark gehopften (u.a. mit Mandarina Bavaria) Bier mit 5,5% Alkohol. Geschmacklich dominieren hier Grapefruit- und Zitrusnoten und eine starke Bittere, insgesamt lässt das Bier aber jede Vollmundigkeit vermissen. Ein "Weißbiergefühl" kam bei uns jedenfalls nicht auf.

Nächste Anlaufstelle war der Stand von Pilsner Urquell. Die Brauerei legt sehr viel Wert darauf, die erste Pilsmarke der Welt kreiert zu haben, weil man bereits seit 1842 eben solches braue (damals Mithilfe eines bayerischen Braumeisters…). Deswegen blieb man an diesem Stand auch Traditionellem treu: dem Pils (mit typischem Saazer Hopfen), diesmal aber in unpasteurisierter und unfiltrierter Form, welches der Braumeister Vaclav Berka mit den Worten "o'zapft is" einem Holzfass entlockte. Das Ergebnis war ein recht vollmundiges und sehr solides Bier, das sich durchaus sehen lassen konnte.

Weiter ging‘s zu Schneider Weisse. Georg Schneider setze hier auf reichlich Varieté. Zur Präsentation ihres neuen TAP X "Marie‘s Rendezvous", einem schweren, zähflüssig-öligen, sehr fruchtigen und dezent pfeffrigen Weizendoppelbock mit 10 % Alkohol, wurde dem Publikum von drei Damen ein Cancan Tanz vorgeführt. Die Vorstellung war zwar nett, aber das Bier hatte dies gar nicht nötig, da es absolut für sich sprechen kann (was uns auch am Sonntag dazu verführte, uns noch ein Glas zu gönnen). Wiederum sehr gelungen waren die dazu servierten bayerischen Sushi (Ente und Perlgraupen, ummantelt von Blaukraut). 

Nächster Premiumpartner, nächstes Bier. Bei Braufactum schenkte das Team um Dr. Marc Rauschmann das "Soleya" aus, ein 6,5%iges Saisonbier mit belgischer Hefe und australischem Enigmahopfen. Grasig-hopfige Noten treffen hier auf Grapefruit und Zitrus. Sehr erstaunt waren wir allerdings von der Aussage, das "Soleya" habe nur 27 IBU, da es doch eine deutliche Bitternote mit sich bringt.

Anschließend war der Stand der Joh. Barth & Sohn GmbH an der Reihe, einem Unternehmen der Barth-Haas Group, die zur Braukunst Live! 30 Hopfensorten zum Kennenlernen und "Spontan-Hopfenstopfen" im Gepäck hatte. Dr. Akis Trouboukis stellte auch kurz ihren neuesten Hopfen vor, den "Yellow Sub". Leider kamen wir nicht in den Genuss, den neuen Hopfen zu "beschnuppern", da man die komplette Pressemeute wohl nicht auf einen Schlag versorgen konnte.

Den Abschluss des Presserundgangs bildete Craftwerk Brewing. Positiv überraschte uns zunächst die Redefreude des Chef-Braumeisters Dr. Stefan Hanke (Anmerkung: das war vor 2 Jahren, als wir den Stand erstmals besuchten noch GANZ anders). Zwei Biere gab es hier zu verkosten, einmal das "TGIF" (ThankGodItsFriday), einem India Pale Lager mit 5,5 % Alkohol, das stark von Mandarinen- und Zitrusnoten geprägt ist, und dem "Delight" (3,9%), das mit einer relativ neuen Hüller-Hopfensorte gebraut wurde, die noch den etwas schwerfälligen Namen "2010/72/20" trägt und fruchtige, zitrusartige Aromen beinhaltet. Beide Biere wurden – gefühlt – nahe des Gefrierpunktes serviert, was dem jeweiligen Aroma der doch schlanken Vertreter ihrer Art nicht unbedingt zuträglich war. Naja, warm wird es von allein, da muss man eben mal warten.

 

 

Doch nun waren wir von der Leine gelassen und biergierig darauf zu erfahren, was es denn heuer wieder für Leckereien auf der Braukunst Live! gibt. Und da waren schöne Dinge dabei:

3Brew aus München (dahinter: Christian Rogner, Tilman Ludwig und David Blake Walker) konnte mit ihrem "SODABIER" beweisen, dass auch ein "schwach" alkoholisiertes Ale (3%) einen vollen, würzigen Geschmack besitzen darf. Aus unserer Sicht eine tolle Ergänzung und Alternative zu leichten Weißbieren oder Radlern

Mikes Wanderlust aus Landau/Isar bzw. Michael Sturm hatte u.a. mehrere im Fass gereifte Biere aus seiner "World Barrel Tour" dabei. Wir hatten uns für den "Doppelbock aus dem Tequilafass" (7,5%) entschieden, denn diese Kombination war uns neu. Wir waren schlichtweg begeistert von dieser runden und aromatischen Vielfalt aus Malz, Vanille, Karamell, Holz, Apfel und Tequila! Nur eines fanden wir schade: am Sonntag gab's davon nix mehr...

Christipa McFly und Andreas Håkansson, die Homebrewer von Pirate Brew Berlin, brannten sich förmlich in unser Gedächtnis ein. Ihr "Go wild hot unicorn #1" (4,7 %) ist ein Chili Black Ale mit 3.500 Scorville (Ha-Ha-Habanero). Das Zusammenspiel aus Schokoladen- und Kaffeearomen und moderater, aber nicht aufdringlicher Schärfe war herrlich stimmig und rund. Es war sogar schon am Samstag aus… warum müssen die guten Sachen immer so schnell weg sein?

 

 

 

Bei Lammsbräu aus Neumarkt i.d.Opf. schenkte uns Johannes Ehrnsperger, der Spross des Inhabers, ein. Besonders angetan waren wir von einem Bier der Gourmet-Reihe von Lammsbräu, dem "1628 Dinkelbock" (6,6 %). Dieses weiche und cremige Bier überzeugte uns mit seinen fruchtigen, bananigen (vollreif) und brotig/getreidigen Noten.

 

Ulrich Sander aus Worms/Rhh. kredenzte uns eine neue Kreation aus seiner Privatbrauerei, den "Himbierbock" (6,6 %). Hallertauer Blanc Hopfen (eine Züchtung aus Cascade und männl. Hüller Zuchtstamm) gibt dem Bier ein schönes Weißweinbouquet mit Himbeer-/Brombeer- und Stachelbeeraromen. Das muss man erst mal aus einem Hopfen herauskitzeln

Zu vorgerückter Stunde und nach dieser insgesamt berauschenden Geschmacksorgie (zu den obigen Bieren gesellten sich noch weitere Vertreter der Braukunst: Lammsbräu "1628 OakAged", Gzub "Black Yeti" und Nøgne Ø "Kriek of Telemark") stellte sich uns so langsam die Frage, wie wir diesen gelungenen Abend am besten ausklingen lassen? Na mit einem Bier, das man kennt und für gut befunden hat! Unsere Wahl fiel auf das "7:45 Escalation" von Crew Republic und es zeigte sich erneut: eine gute Wahl!

 

Samstag, 27.2.2016:

Heute Ruhetag – nicht für die Braukunst Live!, denn hier herrscht samstags Hochkonjunktur, aber für uns und unsere Lebern.

 

 

 

Sonntag, 28.2.2016:

Runde zwei und wir dabei! Verstärkung erhielten wir am Sonntag von einigen Mitgliedern des Bierprobe-online-Stammtisches (Die Erlebnisse unserer "Vorhut" Markus auf der Braukunst Live! 2016: www.birdflymedia.de/2016/02/braukunst-live-2016/).

 

 

Unseren Rundgang begannen wir bei Hofbräu. Aber nicht, um dem "Hallodri" zu frönen, sondern dem "Winterzwickel" (5,5 %), einem cremigen, malzig-karamelligen Dunklen. Dieser erfreute sich offenkundig großer Beliebtheit, denn uns wurde, nach Aussage von Hofbräu, aus dem letzten Fass ausgeschenkt.

 

Bei Bevog (Bad Radkersburg, AUT) gönnten wir uns dann den "Smoked Porter OND" (6,3 %). Bamberger Rauchmalz und Whiskymalz sorgen hier für eine kräftige und röstige Mischung aus Schinken und Schornstein.

Da wir schon einmal in der Nähe waren, machten wir auch nochmals Halt bei den Braupiraten aus Berlin. Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass sie aus Spanien stammt, er aus Schweden und beide in Berlin ein Bier mit dem Namen Schwarzwald brauen? 

Genau dieses "Schwarzwald" (6,7 %), eine Kombination aus Fruchtaromen (Hüll Melon und Mandarina Bavaria) und starker Röstung wollten wir dann auch probieren. Hier gingen die Geschmäcker aber doch etwas auseinander. An dieser Stelle bietet es sich an, zu erwähnen, dass Hopfen der Familie der Hanfgewächse entspringt (Cannabaceae). Sehr interessant. Sehr aufschlussreich hingegen war, dass manch Messebesucher – ohne vom Familienverhältnis des Hopfens zu wissen – dem Bier dieses "spezielle" Aroma sogar entnehmen konnte. Soso.

Nun war es an der Zeit für einen Kontrast. Was würde da besser passen als ein geschmeidiges fruchtiges Bier à la Pale Ale. Beim Stand von Brewers Association ließen wir uns auf eine Empfehlung ein, einer „Smoked Peach Short Weisse“ (6,9 %) aus dem Hause Smuttlabs. Zu spät erkannten wir, dass es sich um eine Art Berliner Weisse handelte, es also weniger geschmeidig fruchtig, sondern eher quietschig sauer und (leider) ohne Frucht war. Der Pfirsichgeruch war ganz gut, den Geschmack muss man aber mögen.

Einige Biere standen noch auf unserer Liste. Fündig wurden wir am Stand des Importeurs AMKA/Beer Enthusiast. Harald Günther und später auch Lars Hauke Girard präsentierten uns einige tolle Importe. 

Ein satter Volltreffer war das „Hitachino Nest Real Ginger Ale“ (8,0 %) der Kiuchi Brauerei aus Japan. Diesem Ale wurde beim Brauen (wohl kandierter) Ingwer zugegeben. Das Ergebnis ist ein malziges und süßes Bier mit kräftigem Ingweraroma, aber ohne die zugehörige Schärfe. Auch das spanische "Er Boqueron" (4,8 %), ein Bier, dass auch mit Meerwasser gebraut wurde, konnte überzeugen. Interessant war hier die extreme Schaumbildung im Mund, die mit dem sehr leichten Salzgehalt an Gischt und Meeresbrise erinnert. Nach zwei weiteren Bieren der isländischen Einstök Brauerei, dem "Doppelbock" (6,7 %) und dem "Toasted Porter" (6,0 %) und einem weiteren Kiuchi, dem "Hitachino Ancient Nipponia" (8,0 %) war es auch wieder Zeit weiter zu ziehen.

Unser dann anvisiertes Ziel war der Stand von Nøgne Ø. Hier hatte es uns das "Imperial Aquavit Rye Porter" (11,0 %) angetan. Ein Roggenporter und Kümmelschnaps, kann das gutgehen? Unsere einhellige Meinung: ja, sehr sogar! Die Lagerung im Kümmelfass gibt dem Bier eine herrliche Frische im Abgang, ohne dass sich ein Kümmelgeschmack aufdrängt. Ob die Aquavitfässer ursprünglich durch die Kieler Förder und zurück gefahren sind? (Naja, wohl eher durch norwegische Gewässer.)

Eines unserer letzten Biere auf der diesjährigen Braukunst Live! war das Braufactum "Double Jack" (9,5 %), ein American Imperial IPA. Dank der Hopfensorten Cascade, Warrior, Columbus, Centennial, Amarillo und Simcoe entsteht hier eine wahre Fruchtbombe, bei der nicht einmal die kräftige Bitternote die Oberhand gewinnen kann.

 

 

Die vertretenen Brauereien haben auch in diesem Jahr wieder bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Sei es im Rahmen des Reinheitsgebotes oder ganz gewaltig außerhalb von diesem. Die Braukunst Live! bietet sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher eine geeignete Plattform zum gegenseitigen Kennenlernen und Austauschen, aber vor allem: zum Genießen!

 

 

Wir freuen uns auf die Braukunst Live! 2017.

 

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